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Förderung durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung

Förderung durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung

Wie Christel Hermann bereits im letzten Post kurz berichtet hat, freuen wir uns derzeit über die Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung. Sie hat 29.900 Euro für das AIDS-Projekt zur Verfügung gestellt. Für Tsibogang bedeutet das die Finanzierung von 45 Jugendlichen, die 4.500 Schülerinnen und Schüler über AIDS und andere sexuell übertragbare Krankheiten aufklären. Diese sogenannten „Peer Educators“ verfügen über eine natürliche Autorität, weil sie gegenüber den Schülern „von gleich zu gleich“ auftreten. Sie werden an 24 Schulen in der südafrikanischen North West Province über den Wert von gleichberechtigten Beziehungen und über Teenager-Schwangerschaften aufklären sowie medizinische Informationen weitergeben. Aber über die reine Information hinaus kommt den Peer Educators noch eine weitere Aufgabe hinzu. Wolfgang Hermann erklärt das so: “Wir wollen die Jugendlichen in ihrer Persönlichkeit und ihrem Selbstbewusstsein so stärken, dass sie verantwortlich mit ihrem Leben und ihrer Sexualität umgehen.” Die Peer Educators, zum großen Teil junge Frauen, werden gründlich ausgebildet und von Mentoren begleitet. Die AIDS-Prävention soll in den kommenden Jahren mit den bereits ausgebildeten und mit jährlich neuen Peer Educators an einer wachsenden Zahl von Schulen angeboten werden.

Besonders freut uns, dass die Bingo-Umweltstiftung die Arbeit von Tsibogang als bedeutsam einschätzt. Dazu heißt es in der Förderzusage: “Präventionsprogramme wie dieses sind vor dem Hintergrund der verheerenden medizinischen und sozialen Folgen von AIDS sehr wichtig.“ Das macht der Hintergrund von HIV und AIDS in Südafrika auch sehr deutlich: Rund 7 Millionen der 54 Millionen Einwohner Südafrikas sind von der Krankheit betroffen. Damit bedroht die Ausbreitung von HIV und AIDS nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung Südafrikas, sondern auch die soziale Stabilität des Landes. Zwar konnte die Zahl der Neuinfektionen in der Vergangenheit gesenkt werden, in der Altersgruppe der Jugendlichen, vor allem der jungen Frauen, ist sie allerdings immer noch sehr hoch. Nach jüngsten Schätzungen infizieren sich jede Woche weitere 2.000 Mädchen und junge Frauen.

Für den Förderkreis Mission und Gemeinschaft e.V.

Iris Hinneburg